1603 Fleischkonsum-Klimawandel

Des Deutschen Essen und der Klimawandel

Die Berater der Bundesregierung empfehlen nun höhere Steuern auf tierische Lebensmittel zu erheben.

Damit will man die Konsumenten zwingen, ihre Essgewohnheiten zu ändern. Dies würde dem Kampf gegen den Klima-Wandel dienen, da bei der Produktion von Wurst, Fleisch und Käse mehr Treibhausgase anfallen als bei der von pflanzlichen Nahrungsmitteln.

Denn sollten die Deutschen nur noch so viel tierische Produkte essen wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehl, könnten rund 22 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr eingespart werden. So das Gutachten der Wissenschaftlichen Beiräte.

Für Fleisch-, Wurst- und Käseprodukte  solle nun der reguläre Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent gelten. Bisher gilt für diese Produkte der reduzierte Steuersatz von sieben Prozent.

Sozial schwächer gestellten Menschen soll durch sozialpolitische Maßnahmen - etwa ein höheres Budget für Lebensmittel in der Sozialhilfe oder eine geringere Besteuerung der unteren Einkommensgruppen - dabei geholfen werden, nicht zu sehr von dieser Erhöhung betroffen zu sein um sich auch weiterhin ihr Essen leisten zu können.

Nur zur Erinnerung: Im Jahr 2014 wurde von Gesamtemissionen in Höhe von 902 Mio. t berichtet, wovon allein ca. 762 Mio. t ( 84,5% ) energiebedingte Emissionen (Strom- Wärmeerzeugung, Raffinerien, Erzeugung von Festbrennstoffen etc.) sind.

In der Landwirtschaft gerade einmal ca.66 Mio t  (7,3% ).

 

Zur Erreichung der Ziele ( Kyotovertrag ) muss jedoch vorrangig die Großindustrie der Energieerzeuger in die Verantwortung genommen werden.

Dies ist wesentlich effektiver und nachhaltiger. Diese Reduzierung durch einen indirekt ausgeübten finanziellen Zwang, sprich Steuererhöhung auf die Ernährungsgewohnheiten der Bevölkerung erreichen zu wollen ist absurd.

 

Oder zeigen hier die Lobbyisten und ihre Gelder Wirkung? Wird hiermit den profitablen und einkommensträchtigen Vorstands- und Verwaltungsposten in der Industrie Rechnung getragen?

Es scheint so. Denn wieder einmal wird der „kleine Mann“ zur Kasse gebeten. Er hat offensichtlich kaum mehr Einfluss auf politische Entscheidungen und Geschehnisse.

 

Diese Steuererhöhung, der sich natürlich keiner entziehen kann, denn essen müssen wir alle, wird wieder einmal den Staatssäckel füllen.

Dem Weltklima dürfte diese „kleine, deutsche Einsparung“ wenig helfen. Unserem Finanzminister jedoch umso mehr.

 

Und manch einer wird doppelt zur Kasse gebeten werden, denn die dann erforderlichen zusätzlichen Sozialleistungen oder Steuerermäßigungen sind kein Wohlfahrtsgeschenk der Regierung. Diese Zeche wird der Großteil des Mittelstands zu finanzieren haben.

 

Wäre es nicht richtiger, durch eine nachhaltig ausgerichtete Politik und Nahrungsmittelproduktion ein neues, umweltbewussteres Verbraucherbewusstsein zu erzeugen?

 

Weg von der Massenproduktion und Massentierhaltung. Weg von den Monokulturen. Hin zu kleineren, regionalen Produktionsstätten und einer artgerechten Tierhaltung.

 

Dies würde dann zwangsläufig mit einer Verteuerung der Produkte und damit einem bewussteren und eingeschränkteren Kaufverhalten einhergehen.

 

Die daraus resultierenden Effekte wären:

 

-Eine dem Verbraucher zu Gute kommende Verbesserung der Nahrungsmittelqualität.

 -Eine artgerechte Tierhaltung und Würdigung dieser Lebewesen

 -Nachhaltiger Umwelt- und Klimaschutz

 

Doch augenscheinlich liegt dies gegenwärtig nicht im Interesse der Politikverantwortlichen.

 

Auch hier führe ich wieder eine alte Redensart an: „ Die Hand, die einen füttert beißt man nicht“.

 

04.09.2016  Alexander Merz

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