zu Unverständliche Kritik von Unberufenen - Mangelnde Medienobjektivität

 

Des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillichs Protestierer-Einordnung als “menschenverachtend und zutiefst unpatriotisch” klingt angesichts seiner nicht gerade rühmlichen DDR-Vergangenheit wie offener Hohn.

 

Am 25.11.2008 bescheinigte Steffen Winter in “Spiegel online” dem “aufstrebenden Jungkader” Tillich “offizielle Kontakte zur Staatssicherheit”.

 

Als “Ratsmitglied des Kreises Kamenz” war er durchaus “kein Mitläufer”, sondern verstand es, sich in der damaligen “Politbüro-Diktatur” gut einzurichten.

 

Irgendwie ist er allerdings auch konsequent, als er es sich zu den unseligen DDR-Zeiten lieber im staats-konformem Ratssessel bequem machte als gemeinsam mit seinen immer zahlreicher werdenden Mitbürgern bei den berühmten Montags-Demonstrationen gegen das verhaßte Regime zu protestieren.

 

Ähnliches trifft auch auf weitere ehemalige “DDR-Stabilisatoren” zu, wie etwa die früheren FDJ-Funktionärinnen und –Propagandistinnen Kathrin Göhring-Ekardt und Angela Merkel, denen Protest gegen die Obrigkeit damals so fremd war wie heute, zumindest, so lange sie Teil davon sein dürfen.

 

Diese merkwürdige Personalauswahl einiger ihrer in vorherigen Unrechts-Regimen privilegierten Spitzen-Politikern wirft ein merkwürdiges Licht auf die bundesdeutschen “Kartell-Parteien”, wenn sie Opfern der DDR-Willkür kaum politische Verantwortung übertragen, aber Protagonisten des Unrechtssystems bedenkenlos Führungspositionen einräumen.

 

Ein wenig erinnert das Ganze an die “Fettaugen-Theorie”, wonach eben manche in jedem System immer wieder obenauf schwimmen. Es wiederholt sich in ähnlich unerfreulicher Weise das gleiche Phänomen wie nach der fürchterlichen Nazi-Diktatur, wo die “Fettaugen-Theorie” fröhliche Urständ feierte.

 

Aus der schier unendlichen “Ahnen-Reihe” seien hier nur Ex-Staatssekretär im Bundeskanzleramt Globke (“Nürnberger Rassegesetze”) und Baden-Württembergs Ex-Ministerpräsident Filbinger (“Fürchterlicher Jurist” als NS-Marinerichter) oder auch Schleswig-Holsteins früherer Innenminister Schlegelberger (lt. “Der Spiegel” 8/1995 “schrecklicher Jurist der NS-Militärjustiz”) genannt.

 

Probleme mit der Vergangenheitsbewältigung scheinen bei uns unausrottbar; dermaßen Belohnung für prinzipienlosen Opportunismus ist ein verheerendes Signal an nachfolgende Generationen; auch die Vorstellungskraft vieler früherer Systemopfer dürfte längst überschritten sein.

 

Letztlich wird auch die Demokratie beeinträchtigt, wenn solche fragwürdigen Personalentscheidungen in kleinen Parteizirkeln ausgekungelt werden, die Parteitags-Delegierten nur noch “Ja” oder “Nein” sagen können und den Wählern dadurch echte Auswahlmöglichkeiten genommen sind.

 

Ein echtes Ärgernis stellt auch immer wieder ein Großteil der Medien dar, wenn sie einerseits hart formulierten Bürgerprotest als “Pöbeleien” abqualifizieren, anderseits aber jegliches Bedauern  vermissen lassen über unerträgliche Angriffe gegen AfD-Mitglieder und deren Eigentum, ja häufig noch nicht einmal für erwähnenswert halten: soll denn Gewalt-Unrecht von links verharmlost oder gar salonfähig werden ?

 

Anm.: der Leserbriefschreiber ist kein Mitglied der AfD - sozusagen noch ein ganz normaler Bürger!

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